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Am nächsten Morgen war ich schon früh wach und fuhr rüber ins Valley, um ein paar Sonnenaufgangsfotos zu machen. Ich war um ein paar Minuten zu spät, die Sonne war schon da, die Bilder sind aber trotzdem ganz nett geworden. Eine Runde durch’s Tal habe ich auch gleich gemacht und die Figuren geknipst, die morgens besser aussehen, wie z.B. die 3 Sisters. Wieder zu Hause fuhr ich mit Uli zum Restaurant, es gibt nur eins, man hat also keine Wahl, dort gab’s ein Ham&Cheese Croissant und ein Ham&Cheese Omelett sowie eine schöne Aussicht aufs Valley. Dann wurde es Zeit zu sehen, ob Jimmy da war oder ob er unser Geld schon versoffen hatte. Er war da, begrüßte uns mit “Gutten Tack” und zeigte uns 4 1/2 Stunden lang das Mystery Valley. Dieses Tal liegt westlich des Monument Valley und darf nur mit einem indianischen Führer betreten werden. Jimmy brachte einiges durcheinander, hatte Probleme, die Namen der vielen Arches zu behalten, er hätte uns, anstatt 4 mal an verschiedenen Orten Lieder auf seinen vielen Flöten vorzuspielen, lieber ein paar Arches mehr gezeigt, aber es war eine tolle Tour, hat Spaß gemacht und war teilweise auch recht lehrreich, wenn er uns die eine oder andere Anekdote aus seinem Leben erzählte, als ehemaliger Schweisser beim Bau von Hochhäusern.
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Er kannte nicht nur die Namen der Filme, die hier gedreht wurden, sondern hatte sie wohl auch gesehen. Er kannte Metallica und Pink Floyd, die hier Videos gedreht haben, war also recht gebildet. Als er uns allerdings etwas von diversen heiligen Orten erzählen wollte, hab ich ihm auch mal meine Meinung gesagt. Diese Orte sind bekanntlich nur heilig, solange niemand etwas dafür bezahlt, auf heiligem Sand oder heiligen Buttes einen Film oder ein Video zu drehen. Für Geld wird einiges unheilig. Auch deshalb, weil die Navajos nicht, wie fast alle anderen Stämme, regelmässige Einnahmen aus Casinos haben. Nicht weil sie nicht dürften, sondern weil sie sich per Volksentscheid gegen das Glücksspiel entschieden haben. Würde wohl bei einer erneuten Umfrage nicht mehr vorkommen. Ein rotes Casino mitten im Tal würde auch recht gut aussehen..... Die Geschichte von den seit Ewigkeiten friedliebenden Navajos hab ich ihm auch widerlegt, das kann er lieber räucherstäbchengegerbten veganen New Age Jüngerinnen erzählen. Aber ich schweife ab.
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Nach 4 1/2 Stunden setzte Jimmy uns wieder am Visitor Center ab, bekam noch 10 $ Trinkgeld und ward nicht mehr gesehen. Wir fuhren durch den offiziellen Teil des Monument Valley, Bilder fast aller neuralgischen Punkte sind hinter dem Link, blieben noch bis zum Sonnenuntergang, bei dem mir aber wieder keine vernünftigen Fotos gelungen sind und fuhren dann nach Hause, zur Lodge. Zum Abendessen gabs ein Teriyaki Steak und ein Chopped Sirloin sowie einen Salat vom Buffet mit der besten Thousand Islands Sauce, die ich jemals gegessen habe. Sehr zu empfehlen. Bei der Durchsicht der Bilder merke ich, daß die heutmorgige Säuberungsaktion nicht viel geholfen hat. Ich hatte die Camera mit Brillenputztuch und Wattestäbchen bearbeitet, mittlerweile ist aber schon wieder ein dicker fetter Fleck zu sehen. Hab ich morgen Früh nochmal etwas zu tun.
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