Leipzig - Hauptbahnhof

Der nach dreizehnjähriger Bauzeit durch Wilhelm Lossow und Hans Kühne 1915 eingeweihte Leipziger Hauptbahnhof gilt mit seinen 24 Bahnsteigen als einer der größten Kopfbahnhöfe und (neben dem Frankfurter) als bedeutendster Personenbahnhof Europas.
Auffallend an diesem Bauwerk ist sein Dualismus. Verkörpert er doch die erst 1934 aufgehobene Staatsbahnverwaltung, während der der östliche Teil des Bahnhofes unter sächsischer und der westliche unter preußischer Hoheit stand.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof schwer beschädigt und seither zweimal rekonstruiert.
Nach nur zweijähriger Bauzeit wurde im November 1997 ein modernes Dienstleistungs- und Servicezentrum - die "Hauptbahnhof-Promenaden" - unter den Querbahnsteigen des Leipziger Hauptbahnhofes fertiggestellt.

Im Hintergrund ist der "Uniriese" zu sehen, mit 142,5 Metern das höchste Gebäude Leipzigs. Es entstand zwischen 1968 und 1972 nach Entwürfen des Architekten Hermann Henselmann. Heute wird es als Bürogebäude genutzt und ist in privatwirtschaftlicher Hand. Das Haus wird von einem MDR-Schriftzug "geschmückt", weil das MDR-Orchester in dem Anbau am Fuße des Gebäudes ihr Domizil hat.
In den Jahren 1999 bis 2002 wurde das City-Hochhaus komplett saniert, sowohl alle 29 Etagen als auch die Fassade. Auf dem Dach ist eine Aussichtsplattform eingerichtet, diese hat im Herbst und Winter von 10 bis 22 Uhr geöffnet, im Sommer von 10 bis 23 Uhr. Sie befindet sich in einer Höhe von etwa 130 Metern, bietet einen guten Überblick über die Innenstadt und ist daher ein beliebtes Touristenziel.

Leipzig - Hauptbahnhof